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Albert Abraham Michelson
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Die Grundlagen wurden um 1800 gelegt, als der Musiker und Astronom F.W.Herschel
(1738-1822) die infrarote Strahlung entdeckte. Er untersuchte die einzelnen Farben des
Sonnenspektrums und die dadurch verursachte Erwärmung einer geschwärzten Fläche.
Er stellte dabei auch eine starke Temperaturerhöhung jenseits des roten Bereichs fest.
[1], S. 221
Der nächste vorbereitende Schritt war die Entwicklung des
Michelson-Interferometers 1891 durch A.A.Michelson (1852-1931,
Nobelpreis 1907). Ursprünglicher Anlass für den Bau des ersten
Instruments war der Nachweis der Erdbewegung relativ zum Äther.
Die Ergebnisse des Versuchs bewiesen aber genau das Gegenteil,
dass die Theorie vom Äther falsch war.
[5], S. 618
Lord Rayleigh (1842-1919, Nobelpreis 1904) erkannte, dass man mit
Hilfe der Fouriertransformation aus einem gemessenen Interferogramm das
dazugehörige Spektrum berechnen kann. Er war es auch, der 1912 vorschlug, das
Interferogramm mit einer Dreiecksfunktion zu multiplizieren, um
das abrupte Abbrechen aufgrund der endlichen Messstrecke zu
unterdrücken. Er entdeckte somit die Apodisation (vergleiche die Seite zur FTIR-Spektroskopie) .
[7], S. 117 und [6]
Die erste Form der Fouriertransformations-Spektroskopie
verwendeten Rubens und Wood 1911. Sie benutzten ein
Zweiplatteninterferometer aus Quarz und arbeiteten im fernen
Infrarot. Wegen dem zu hohen Rechenaufwand, verwarfen sie ihre
Methode aber wieder.
Erst 1953 begann das Interesse für die
FTIR-Spektroskopie erneut zu erwachen, als Fellgett den
Multiplex-Vorteil (siehe Vor- und Nachteile der
FTIR-Spektroskopie)
gegenüber Gitterspektrometern erkannte. [4], S. 53
1956 veröffentlichten Gebbie und Vanesse das erste mit einem
Michelson-Interferometer gemessene, langwellige IR-Spektrum. [3]
Daraufhin vergingen nur einige Jahre, bis die
ersten kommerziellen FTIR-Spektrometer von Grubb Parsons (1962)
und Research and Industrial Instruments Company (1964) gebaut
wurden. [7], S. 104
Mit der Entwicklung des Fast-Fouriertransformations-Algorithmus
durch Cooley und Tuckey 1965 konnte auch der Rechenaufwand
entscheidend verringert werden. Durch die gleichzeitig beginnende
Entwicklung immer leistungsfähigerer Computer, gelang der
FTIR-Spektroskopie endgültig der Durchbruch. [2]
Heute ist die FTIR-Spektroskopie ein sehr vielseitig einsetzbares
Werkzeug und trotz der Entwicklung vieler anderer
Untersuchungsmethoden sehr weit verbreitet.
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John William Strutt,
Lord Rayleigh
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